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Alles hat seine Zeit

Schülerinnen und Schüler der Musicalklassen 5 und 6 des Gymnasiums Stolzenau sowie der S2 der Helen-Keller-Schule Stolzenau bereiten sich auf Musicalaufführung vor

Gerade der moderne Mensch empfindet oft, dass ihm die Zeit unter den Händen zerrinne und er keine Zeit habe. Dabei ist das Zeitempfinden doch nur subjektiv geprägt, beeinflusst durch innere Zustände wie Aufmerksamkeit und durch äußere Reize. Den ewigen Gleichschritt der Zeit können wir uns dank Uhren immer wieder vor Augen führen. Sie laufen objektiv nie schneller oder langsamer. Zeitmessung ist schon seit der Antike, zum Beispiel im alten Ägypten, in Form von Sonnen- und Wasseruhren bekannt. Heutzutage prüfen wir die Zeit eher auf dem Handy oder nutzen Atomuhren, um die Zeit exakt zu bestimmen.  In die Welt der vielfältigen uralten und hochmodernen Messgeräte der Zeit begibt sich die neueste Musicalproduktion des Gymnasiums Stolzenau und der Helen-Keller-Schule: Die Aufführung des Musicals “Ausgetickt? Die Stunde der Uhren“ aus der Feder von Gerhard A. Meyer und Gerhard Weiler wird gerade intensiv vorbereitet. Die Superuhr regiert mit harter Hand im Uhrenland, damit zuverlässig Stunden, Minuten und Sekunden im immer gleichen Takt angezeigt werden. Wer nicht mehr funktioniert, wird, sofern nicht schnell reparabel, ausgemustert und aussortiert. Pausen gibt es für die Uhren keine, nur unerbittliches Funktionieren ist eine Option. Eines Tages wird dies Aufziehwecker Bobby und Radiowecker Elvis aber zu viel und sie wagen die Flucht vor der Superuhr und ihrer gleichförmigen, nicht enden wollenden Aufgabe, die sie wie Sisyphos an seinem Stein zerbrechen zu lassen droht. Die Superuhr kann diese Rebellion natürlich nicht zulassen und hetzt sofort ihre Spürhunde auf die beiden Wecker. Doch spätestens als Bobby und Elvis auf die alte Sonnenuhr treffen, den ältesten Gegner der Superuhr, entwickeln sich die Dinge anders als es zu Anfang scheint, sodass im Uhrenland in Frage gestellt zu werden beginnt, ob es wirklich so wichtig ist, sich immer von der Zeit (an)treiben zu lassen oder ob es nicht an der Zeit ist, die Zeit für letztlich Wichtigeres zu nutzen. Die Macht der Superuhr sollte man aber nicht unterschätzen…

Das zeitlose Musical “Ausgetickt? Die Stunde der Uhren“ überrascht mit vielen originellen Charakteren und einer durchaus tiefgründigen Story, die aber in eine locker leichte Abenteuergeschichte verpackt ist. Dieses kurzweilige Stück auf die Bühne zu bringen, daran arbeiten seit einigen Monaten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6b und 5b des Gymnasiums Stolzenau sowie der S2 der Helen-Keller-Schule, die als Akteure auf der Bühne singen und spielen. Dabei sind einige schauspielerische Herausforderungen zu bewältigen, vor denen die Schülerinnen und Schüler stehen und die sie zusammen mit den Regisseuren Elisabeth Lathwesen und Willem-Alexander Rode zu meistern versuchen. Schließlich gilt es, das Uhrenland zum Leben zu erwecken, das nicht nur auf der Kostümebene, sondern vor allem auch darstellerisch anspruchsvoll ist, zum Leben zu erwecken. Wie unterscheiden sich eine Taucheruhr, eine goldene Rolex, eine Schachuhr, eine Küchenuhr und diverse andere Uhren in ihrem Auftreten voneinander? Dies herauszufinden und pointiert darzustellen, bedarf großer Kreativität und intensiver Probenarbeit. Die größte Herausforderung sind aber sicherlich die vielen Songs, die sowohl sängerisch einstudiert als auch mit einer festen Choreographie verbunden werden müssen, damit die Zuschauer das Abenteuer der beiden Wecker Bobby und Elvis genießen können. Unter der musikalischen Leitung von Raphael Munk arbeiten Christiane Sprick, Anna Baalmann, Madlen Behnke, Silke Corus und Simone Bollhorst mit den Schülerinnen und Schülern der Musicalklassen des Gymnasiums und der S2 der Helen-Keller-Schule an der klanglichen Bewältigung dieser Aufgabe. Gleiches gilt für die Band, welche die Darsteller live begleiten wird.

Mit viel Disziplin und unter Hochdruck arbeiten alle Beteiligten daran, dass sich zur Premiere am Sonntag, den 22. Februar 2026 um 16 Uhr im Forum des Gymnasiums Stolzenau die beiden Wecker Bobby und Elvis anschicken können, die Zeit der herrischen Superuhr und ihrer Schergen zu beenden – oder selbst das Zeitliche zu segnen. Alle Beteiligten würden sich sehr über zahlreiche interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer freuen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

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