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World-Robot-Olympiad in Stolzenau

Erneut großes Robotik-Event am Standort Stolzenau

Am Samstag, 30.05.2026, ging die nächste große Robotik-Veranstaltung am Gymnasium Stolzenau über die Bühne. Das Orga-Team um Christian Möller, Georg Busch, Fabian Tonne, Mayra Witte und weiteren ehemaligen Schülerinnen und Schülern sorgte mal wieder für ein tolles Arrangement und verwandelte die Mensa der Schule in eine Wettkampfarena.

Nachdem am Freitagnachmittag die Mensa um- und die Wettkampfflächen aufgebaut worden waren, trafen am Samstag ab 9:00 Uhr insgesamt 29 Teams aus ganz Deutschland in Stolzenau ein, um in verschiedenen Disziplinen die Tagessieger zu ermitteln, die sich dann im Deutschlandfinale, das am 19. und 20. Juni in Trier stattfinden wird, mit den Siegern weiterer Regionalentscheide messen werden, um dann die Deutschlandvertreter für das Weltfinale zu ermitteln.

Erstmals ausgerichtet wurde die sog. „Starter / Mission“, ein Wettbewerb für Jugendliche zwischen 9 und 19 Jahren, bei denen es neben vorbereiteten Aufgaben auch eine Überraschungsaufgabe zu lösen gilt, die erst am Wettbewerbstag veröffentlicht wird. Hier waren Teams aus den Landkreisen Nienburg und Diepholz sowie der Region Hannover am Start. Den Tagessieg konnte sich das Team „Rubens Gruppe“ vom Gymnasium Stolzenau sichern. Da dieser Wettbewerb als Kennlernangebot gedacht ist, findet keine Weiterleitung zum Deutschlandfinale statt.

In der Kategorie „RoboMission“ gibt es jedes Jahr wechselnde Saisonaufgaben, auf die sich die Teams etwa fünf Monate vorbereiten können. Am Wettbewerbstag hat jedes Team dann zwei Versuche, den Roboter in maximal zwei Minuten möglichst viele Aufgaben lösen zu lassen. Da jedes Feld zufällige Elemente enthält, muss der Roboter autonom Entscheidungen treffen und Lösungen finden, während er sich über das etwa drei Quadratmeter große Feld bewegt.

Nach der Mittagspause erwartet die Teams dann die sogenannte Tagesaufgabe: Das Feld und die Objekte bleiben grundsätzlich gleich, sie werden jedoch an gänzlich anderen Stellen auf dem Feld platziert und müssen auch anders gehandhabt werden: Ein Objekt, das in der Saisonaufgabe noch von einer Stelle zu einer neuen Position gebracht werden musste, ist nun auf einmal auf einem anderen Objekt zu platzieren. Solche und weitere Änderungen verlangen den Teams sehr viel Kommunikation und Kooperation ab, außerdem werden viel Konzentration und Motivation verlangt, um die Aufgaben zu lösen. Auch für diese zweite Aufgabe hat jedes Team zwei Versuche.

In der Altersklasse „Junior“ für Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren starteten Teams aus der Region Hannover sowie den Landkreisen Schaumburg, Diepholz und Jever. Das Wettbewerbsfeld war einer Ausgrabungsstätte nachempfunden. Es mussten knifflige Algorithmen von den Jugendlichen entworfen werden, damit sich der Roboter in jeder Situation zurechtfinden konnte. Nach der Bewertung von vorbereiteter Saison- und aktueller Tagesaufgabe stand das Team „Krabben Krebs Keks“ von der IGS List als Tagessieger fest und qualifizierte sich damit zum Deutschlandfinale.

In der Altersklasse „Senior“ für Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren waren Teams aus Stolzenau, Diepholz und Hannover am Start. Hier galt es u.a., ein Mosaik zu rekonstruieren sowie lose verteiltes Baumaterial einzusammeln und zum korrekten Lagerort zu verbringen. Das heimische Team „Goldköppe“ vom Gymnasium Stolzenau konnte sowohl die Saison- als auch die Tagesaufgabe von allen Teams am zuverlässigsten lösen und qualifizierte sich dadurch nach 2025 erneut zum Deutschlandfinale!

Zum ersten Mal in Stolzenau wurde auch die Kategorie „Future Engineers“ ausgerichtet. Hier besteht die Aufgabe darin, ein autonom fahrendes Auto zu konstruieren, das auf einem neun Quadratmeter großen Feld in maximal drei Minuten drei Runden fahren muss, ohne dabei Schaden zu nehmen oder aufgestellte Hindernisse umzustoßen. Konstruktion und Programmierung des Autos müssen darüber hinaus in einer 20-seitigen Dokumentation ausführlich beschrieben werden, diese Dokumentation geht mit etwa 30% in die Gesamtwertung ein. Es hatten sich Teams aus Schmalkalden (Thüringen), Bruchsal (Baden-Württemberg) und Fulda (Hessen) angemeldet, die zuverlässigste Lösung lieferte dabei das Team „MäcLEGO“ von der Rabanus-Maurus-Schule aus Fulda ab, das sich damit ebenfalls für das Deutschlandfinale nach Trier qualifizieren konnte.

Nun blicken wir gespannt nach vorne: vielleicht gelingt einem Team vom Gymnasium Stolzenau nach den „Legoten“ im Jahr 2024 erneut der Sprung ins Weltfinale, das in diesem Jahr in Singapur ausgetragen werden wird.

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