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Berlin Besuch des 11. Jahrgangs

Schon am ersten Tag unserer Klassenfahrt, dem Mittwoch, haben wir viele Seiten Berlins kennenlernen dürfen. Nach einer langen Busfahrt kamen wir nachmittags endlich bei unserer Unterkunft an und konnten die Zimmer direkt beziehen. Nach einem kurzen Ankommen ging es schon direkt weiter zum Planetarium. Dort lernten wir in der „Sternstunde“ anhand des aktuellen Berliner Nachthimmels nicht nur die Sternbilder und die Planeten unseres Sonnensystems kennen, sondern wagten auch einen Blick über die Milchstraße hinaus bis hin zu unerforschten Galaxien. Besonders spannend fanden wir es, zu lernen, auf welche Art schon die Wikinger die Himmelsrichtungen bestimmen konnten und wie einfach das ist. Anschließend hatten wir Zeit die Stadt zu erkunden und etwas zu essen, bevor es im Programm mit der Improshow „Ick & Berlin“ weiterging. Bei dieser Form von Theater entwickeln Schauspieler Szenen spontan, ohne Skript und in unserem Fall konnten wir sogar mitwirken. Die Schauspieler befragten uns nach für Berlin typischen Personen, Gefühlen, Gegenständen oder Orten, um Charaktere, Atmosphären und Räume zu gestalten. Bei der Show kamen dadurch witzige und absurde Szenen heraus, die immer in Bezug auf diese Vorschläge waren und uns somit in das Schauspiel eingebunden haben. Schließlich beendete jeder den Abend individuell, z.B. durch weiteres Erkunden der Stadt.

Jüdisches Museum

Am Donnerstag sind wir nach dem Frühstück um 10:00 Uhr in das Jüdische Museum in Berlin gegangen. Vor dem Museum stand Sicherheitspersonal, das vor antisemitischen Angriffen schützen soll. Beim Betreten des Museums mussten wir durch eine kleine Sicherheitsschleuse gehen und unsere Taschen und Jacken oben in der Garderobe abgeben. Es hat sich ein wenig seltsam angefühlt und mehr wie beim Flughafen als in einem Museum. Dann sind wir in einen großen, offenen Raum gegangen, von wo aus wir in drei Gruppen durch die Ausstellung geführt wurden. Leider war die Führung durch das Museum nicht sehr umfassend und im Nachhinein wären wir lieber allein durch die Ausstellung gegangen. Es war trotzdem eine interessante und prägende Erfahrung.

Alte Nationalgalerie

Eine weitere Gruppe hat die Alte Nationalgalerie besucht. Um 10:00 Uhr sind wir zusammen mit Frau Grafe und Herrn Freise vom Hostel losgegangen und dann mit dem Bus zum Museum gefahren. Dort hatten wir die Aufgabe, uns vor allem die Bilder von Caspar David Friedrich genauer anzuschauen. Das lag daran, dass fast alle von uns den Deutsch-Leistungskurs gewählt haben und wir nächstes Jahr das Thema „dunkle Zeit der Romantik“ behandeln. Deshalb sollten wir die Bilder genau betrachten und auch Fotos davon machen. Während wir durch das Museum gegangen sind, haben wir auch noch viele andere Bilder aus verschiedenen Epochen gesehen. Insgesamt hat uns der Besuch in der Alten Nationalgalerie gut gefallen. Es war interessant, die Bilder mal in echt zu sehen und nicht nur im Unterricht darüber zu sprechen. Außerdem konnten wir schon etwas für das nächste Jahr im Deutschunterricht mitnehmen.

Besuch des Computerspielmuseums

Als dritte Gruppe sind wir nach dem Frühstück in das Computerspielemuseum Berlin gegangen. Dort angekommen konnten wir ohne feste Führung direkt in die Ausstellung gehen und hatten freie Wahl, was wir uns anschauen wollten. Es gab viele verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Videospielen sowie zahlreichen Konsolen. Besonders interessant war, dass man viele der Spiele selbst ausprobieren konnte. So konnten wir zum Beispiel alte Arcade-Spiele spielen oder verschiedene Konsolen testen. Einige Spiele waren einfach zu verstehen, während andere etwas schwieriger waren und mehr Übung brauchten. Einige von uns haben sich länger an bestimmten Spielen aufgehalten, während andere lieber durch die Ausstellung gegangen sind und sich alles angeschaut haben. Dadurch konnte jeder das Museum in seinem eigenen Tempo erkunden.

Insgesamt war der Besuch sehr abwechslungsreich und hat viel Spaß gemacht. Es war eine interessante und unterhaltsame Erfahrung.

Planspiel im Deutschen Dom

Im Rahmen unserer Klassenfahrt nach Berlin besuchten wir dann um 15 Uhr den Deutschen Dom, wo wir an einem politischen Planspiel teilnahmen. In einem nachgebauten Plenarsaal, der dem des Deutschen Bundestags nachempfunden war, wurden wir verschiedenen Fraktionen zugeteilt, darunter der SPD, der CDU, Bündnis 90/Die Grünen und der AfD.

Im Mittelpunkt stand ein Gesetzentwurf zur Wehrpflicht, über den wir in Form einer simulierten Plenarsitzung diskutierten. Dabei übernahmen wir als Schülerinnen und Schüler selbst die Rollen der Abgeordneten und vertraten die Positionen unserer jeweiligen Fraktionen. Aus jeder Fraktion trat ein Redner nach vorne, der die eigene Sichtweise präsentierte und sich in der Debatte auch deutlich mit den Argumenten der anderen Fraktionen auseinandersetzte. Die Sitzung wurde von einem gestellten Bundestagspräsidenten geleitet, wodurch der Ablauf einer echten Debatte gut nachvollziehbar wurde. Am Ende des Planspiels stimmten die Fraktionen über den Gesetzentwurf ab.

Insgesamt bot das Planspiel einen interessanten Einblick in die Arbeitsweise parlamentarischer Prozesse und zeigte, wie wir als Schülerinnen und Schüler aktiv politische Diskussionen führen und unterschiedliche Standpunkte vertreten können.

Bericht aus dem Bundestag

Ein zentrales Highlight war der anschließende Besuch des Deutschen Bundestags, wo wir einen abwechslungsreichen und lehrreichen Tag erleben durften. Gleich zu Beginn hatten wir die Gelegenheit, mehrere Reden im Plenarsaal anzuhören. Besonders im Fokus stand dabei eine Diskussion über den Einsatz von Jugendoffizieren an Schulen. Es war spannend zu beobachten, wie unterschiedliche Meinungen aufeinandertrafen und politische Themen sachlich, aber auch kontrovers debattiert wurden.

Ein weiteres Highlight des Tages war das Gespräch mit Marja – Liisa Völlers. Sie nahm sich viel Zeit, um uns ihre Tätigkeit im Bundestag näherzubringen und erklärte anschaulich, wie der Arbeitsalltag im Bundestag aussieht. Außerdem informierte sie uns mit vielen interessanten Fakten rund um die Abläufe und Strukturen im Parlament, wodurch wir ein noch besseres Verständnis für die politische Arbeit bekamen. Zum Abschluss hatten wir noch die Möglichkeit, die berühmte Kuppel des Bundestages zu besichtigen. Von dort aus konnten wir nicht nur einen beeindruckenden Blick über Berlin genießen, sondern auch noch einmal in Ruhe das Gebäude auf uns wirken lassen.

Insgesamt war es ein sehr informativer und spannender Tag, der uns einen einzigartigen Einblick in die Arbeit des Bundestages gegeben hat und sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Bevor wir am Freitag die Rückfahrt angetreten sind, hielten wir noch an der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Das ehemalige Gefängnis der DDR ermöglicht eine umfassende Einsicht in die Ungerechtigkeiten der damaligen Zeit. Einige Gruppen von uns hatten sogar die Chance, die Führung durch einen Zeitzeugen zu erleben, was mittlerweile immer schwieriger wird, aber dafür das Gespräch noch intensiver wirken lässt.

Bei der Ankunft am Freitagabend wurde dann deutlich, was für ein volles, erlebnisreiches Programm hinter uns lag, und mit vielen schönen Erinnerungen ging es zurück nach Hause.

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